Zum 3. Landespsychiatrietag wird wieder ein Kunstpreis für Künstlerinnen und Künstler mit Psychiatrieerfahrung ausgeschrieben.

Der offizielle Ausschreibungstext mit  Bewerbungskriterien wird im Herbst an dieser Stelle eingestellt. 




> Katalog 2009 (pdf, 6186KB)

Hintergrund

2006 fand der erste Landespsychiatrietag unter dem Motto "Hilfen erhalten – Zukunft sichern" statt. Die Resonanz war beachtlich: über 550 Besucher/innen nahmen daran teil. Nahezu ein Drittel der Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren in Selbsthilfegruppen aktiv. Die starke Resonanz auf den ersten Landespsychiatrietag unterstrich das Interesse und die Bereitschaft zum Engagement bei den Psychiatrie-Erfahrenen und Angehörigen. Ihr Wunsch war Selbsthilfe und Teilhabe im öffentlichen Austausch zu praktizieren. Die interessensgruppenübergreifende Veranstaltung transportierte auf gelungene Weise die Wünsche der in und für die Sozialpsychiatrie tätigen Akteure und Verantwortlichen. Die Ergebnisse des LPT 2006 wurden in der Stuttgarter Resolution (pdf, 54KB) festgehalten.

Mit dem zweiten Landespsychiatrietag im Jahr 2009 wurde der eingeschlagene Weg, des  Austauschs zwischen Psychiatrie-Erfahrenen, Angehörigen, Bürgern, Fachleuten und Politikern fortgesetzt. Die Veranstalter hatten das Ziel, alle in der Sozialpsychiatrie tätigen Selbsthilfe-Organisationen und Fachverbände zum Wohl der Betroffenen und ihrer Angehörigen zu vernetzen und nachhaltig zu stärken. Die beteiligten Organisationen bekannten sich zur Aussage: „Wir übernehmen Verantwortung und gestalten die Soziale Psychiatrie in Baden-Württemberg gemeinsam.“
Unter der Überschrift „Lebensqualität und Menschenwürde – das geht uns alle an“ besuchten ca. 750 Menschen die Veranstaltung. Erstmalig wurde der Kunstpreis des Landespsychiatrietages ausgeschrieben. 350 Kunstschaffende aus ganz Baden-Württemberg hatten sich für den Preis beworben.
Die Besucher/innen ließen sich ungefähr zu zwei Drittel der Selbsthilfebewegung zuordnen.

Themen der psychischen Gesundheit und Krankheit sind aktueller den je, da sie zunehmend in das öffentliche Bewusstsein rücken.
So wird beim geplanten 3. Landespsychiatrietag 2012 ein wesentlicher Fokus auf dem Weg zu einem teilhabeorientierten Gesundheitsmodell und auf den Rechten für Menschen mit Behinderungen (UN-Konvention) liegen.

Der offene Dialog wird mit allen gesellschaftlichen Gruppen, insbesondere mit Politik und Wissenschaft gesucht.